So gelingt die perfekte Verlegung – Tipps für ein langlebiges und makelloses Parkett.

Parkett ist eine edle und langlebige Wahl für Bodenbeläge. Damit das Ergebnis nicht nur optisch ansprechend, sondern auch dauerhaft haltbar ist, sollte das Verlegen sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Viele Heimwerker machen dabei jedoch typische Fehler, die zu unschönen oder sogar kostspieligen Folgen führen können. Hier erfahren Sie, welche Fallstricke es gibt und wie Sie diese vermeiden.

1. Unzureichende Akklimatisierung des Parketts

Ein häufig unterschätzter Fehler ist das sofortige Verlegen des Parketts nach dem Kauf. Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der auf Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit reagiert. Wird das Material nicht ausreichend akklimatisiert, kann es sich nach dem Verlegen verziehen oder Fugen bilden.

Lösung: Lassen Sie das Parkett mindestens 48 Stunden in dem Raum, in dem es verlegt werden soll, bei Raumtemperatur ruhen. Idealerweise in der geschlossenen Verpackung.

2. Fehlerhafte Untergrundvorbereitung

Ein unebener oder feuchter Untergrund kann dazu führen, dass das Parkett nicht richtig aufliegt, sich verformt oder Fugen entstehen. Besonders problematisch ist es, wenn die Restfeuchte des Estrichs zu hoch ist.

Lösung: Messen Sie die Restfeuchte mit einem geeigneten Messgerät. Beton- und Zementestrich sollten maximal 2,0 % Restfeuchte aufweisen, bei Anhydritestrich sind es 0,5 %. Der Boden muss zudem sauber, trocken und eben sein.

3. Falsche Verlegerichtung wählen

Die Richtung, in der das Parkett verlegt wird, beeinflusst das Raumgefühl erheblich. Wird das Parkett ungünstig verlegt, kann der Raum kleiner oder unruhig wirken.

Lösung: Als Faustregel gilt: Verlegen Sie das Parkett in Längsrichtung zum Hauptlichteinfall oder parallel zur längsten Wand des Raumes.

4. Vernachlässigung der Dehnungsfugen

Holz arbeitet – es dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und zieht sich bei Trockenheit zusammen. Werden keine oder zu schmale Dehnungsfugen eingeplant, kann es zu unschönen Wölbungen oder Rissen kommen.

Lösung: Lassen Sie rund um den Raum, an Türschwellen und bei großen Flächen (ab ca. 8 m) mindestens 10-15 mm Abstand zur Wand und zu anderen festen Bauteilen.

5. Fehlerhafte Verklebung oder schwimmende Verlegung

Je nach Art des Parketts gibt es verschiedene Verlegemethoden. Fehlerhafte Verklebung kann zu schlechter Haftung führen, während bei schwimmender Verlegung eine unzureichende Trittschalldämmung störend sein kann.

Lösung: Nutzen Sie für verklebtes Parkett den passenden Kleber und halten Sie sich an die Herstellervorgaben. Bei schwimmender Verlegung ist eine hochwertige Trittschalldämmung essenziell.

6. Falsche Pflege nach dem Verlegen

Viele machen den Fehler, frisch verlegtes Parkett sofort feucht zu wischen oder die falschen Reinigungsmittel zu verwenden, wodurch das Holz Schaden nehmen kann.

Lösung: Warten Sie nach der Verlegung die empfohlene Zeit, bevor Sie das Parkett feucht reinigen. Nutzen Sie nur Parkettreiniger, die für die Oberflächenbehandlung (geölt oder versiegelt) geeignet sind.

Fazit

Wer die häufigsten Fehler beim Parkettverlegen vermeidet, spart sich späteren Ärger und erhält ein langlebiges, hochwertiges Ergebnis. Die richtige Vorbereitung, die Wahl der passenden Verlegemethode und eine durchdachte Pflege sorgen dafür, dass Ihr Parkettboden über viele Jahre hinweg schön bleibt.


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